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  1. Jobampel (Stern)
  2. Informationssystem Studien- und Arbeitswahl
  3. Bundesagentur für Arbeit

 

1. Jobampel (Stern)

Die Jobampel, die das Magazin Stern jedes zweite Jahr herausgibt, zeigt durchwachsene Aussichten für Politikwissenschaftsstudenten: Die Zahl der Erstsemester ist weiter stark rückläufig (5.815) . Im Durchschnitt liegt die Erfolgsquote der Ersteingeschriebenen bei gut 35% . Statistisch gesehen brauchten Politologen 11 Semester bis zum Abschluss. Die Hälfte der Studienanfänger waren 2006/07 in Bachelorstudiengängen eingeschrieben und diese legen erste Abschlußzeiten von unter sieben Semestern vor.

Absolventen

  • Starker Anfängerrückgang (5.600)
  • Jeder zweite Anfänger studiert auf Bachelor
  • Die Zahl der Absolventen wird sich im Jahr 2014 bei knapp 3.000 einpendeln

Erwerbstätige

  • Der Berufseinstieg verläuft immer öfter außerhalb von Lehre und Forschung im Zickzack-Kurs
  • Von 58.000 Erwerbstätigen (einschl. Soziologie) fanden nur 2.800 in Hochschulen einen Job

Arbeitslose

  • Rückgang bei den Arbeitslosen im Jahr 2007 auf unter 1.000
  • Der Anteil bei den unter 35jährigen hat sich stark erhöht.

 

Quelle: http://www.stern.de/wirtschaft/arbeit-karriere/539568.html?fb=20

 

2. Informationssystem Studien- und Arbeitswahl

Arbeitsmarkt

Das Informationssystem Studienwahl und Arbeitsmarkt kommt demgegenüber  bei Berufsaussichten für Politikwissenschaftler mit einem weitaus positiveren Ergebnis daher: „Günstiger fällt das Bild bei der Gesamtzahl der arbeitslosen Politologen aus: Die Zahl der Arbeitslosen ist auf insgesamt 870 gefallen (Tiefstand). Auch hier betreffen Veränderungen der Arbeitslosenzahl die Gruppe der unter 35-Jährigen verhältnismäßig stärker. Auch hier hat sich im Jahr 2007 das Niveau - folgt man einer Auswertung nach Zielberuf - noch leicht erhöht. Vor dem Hintergrund des absoluten Rückgangs ist dieser Anteilswert auf jeden Fall noch zu relativieren. Der Faktor 'Sucharbeitslosigkeit' ist hier nicht zu vernachlässigen.


Nicht einmal jeder zweite Politikabsolvent (48 Prozent) des Jahres 2005 hat innerhalb eines Jahres eine Anstellung gefunden, ermittelte das Hochschul-Informations-System (HIS). Seitdem dürfte sich die Lage deutlich entspannt haben, denn die Arbeitslosenzahlen insgesamt sanken bei den Politikwissenschaftlern von 2005 auf 2006 um 25 Prozent und von 2006 auf 2007 um weitere 23 Prozent. Klar im Vorteil ist, wer empirische Methoden gut beherrscht – er hat in der Marktforschung gute Chancen. Außerdem greifen viele global agierende Unternehmen verstärkt auf Politologen zurück. Mit einem schnellen Berufseinstieg sollte man trotzdem nicht rechnen – so positiv ist die Arbeitsmarktlage (noch) nicht. Die Politologieabsolventen des Jahres 2005 verdienten in ihrem ersten Berufsjahr durchschnittlich 28.700 Euro.

Berufsverbleib

Über den Berufsverbleib von Politologen liegen bisher keine aussagefähigen Studien für das gesamte Bundesgebiet vor. Neben den Berufsfeldern im öffentlichen Bereich (Forschung, Bildungseinrichtungen, Verbände, Parlamente, Parteien) finden sich für Politologen im Bereich der privaten Dienstleistungen beispielsweise die Tätigkeitsfelder Medien, Unternehmensberatung, Stadtentwicklungsgesellschaften und Banken. Die Bandbreite der Beschäftigungsmöglichkeiten zeigt bei einer an der Universität Hamburg erstellten Verbleibsstudie für die Absolventen ein breites Tätigkeitsspektrum. Das Gesamtfazit dieser Studie ist bemerkenswert: Knapp 90 % der befragten Absolventen empfinden ihren beruflichen Werdegang als erfolgreich (Raschke / Butz, vgl. IBZ, S. 42). Mit einer Promotion, die bei den Politikwissenschaftlern zwischen zwei und fünf Jahren dauert, lassen sich die Karrierechancen deutlich steigern, sagt Jesse: »Die Promotion ist ein Aushängeschild, mit dem sich begabte, ehrgeizige Absolventen von der Masse abheben.« Knapp 25 Prozent der Studenten entscheiden sich für das Lehramt und arbeiten später als Lehrer und es kommt durchaus auch vor, dass Politikwissenschaftler Politiker werden. Im Bundestag sitzen derzeit 28 Absolventen des Fachs zwischen 584 Kollegen, die etwas anderes gelernt haben.

 

 

3. Bundesagentur für Arbeit

Die Bundesagentur für Arbeit hat in der Broschüre Arbeitsmarktinformationen für Sozialwissenschaftliche Berufe (Soziologie und Politikwissenschaft) Ergebnisse verschiedener Studien zusammengefasst. Die zentralen Erkenntnisse der Studie sind:

  • neben den Schlüssel- und fachlichen Qualifikationen spielt die praktische Erfahrung eine zentrale Rolle
  • die Chancen für Politikwissenschaftler in der Privatwirtschaft sind vielfältig, aber stark konjunkturabhängig
  • außerfachliche Fähigkeiten, sog. Soft Skills, spielen eine zunehmend wichtige Rolle
  • kaum Aussichten auf Erfolg in der Privatwirtschaft ohne zusätzliche Fachkenntnisse, Zusatzqualifikationen

Soft Skills

Die am häufigsten genannten Soft Skills in Stellenanzeigen für Sozialwissenschaftler sind folgende:

  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Flexibilität
  • Engagement
  • Organisationstalent
  • Belastbarkeit
  • Führungskompetenz
  • Auftreten
  • Kreativität
  • Kooperationsfähigkeit

Zusatzqualifikationen

Eine Analyse der verlangten Basiskenntnisse und Erfahrungen hat zu folgenden Ergebnis geführt:

  • Englisch
  • Berufserfahrung
  • Praxiserfahrung
  • MS-Office
  • Kaufmännische Kenntnisse
  • Fremdsprachen, allgemein
  • IT, allgemein
  • Projektmanagement
  • Französisch
  • Statistische Methoden

Wichtigste Arbeitgeber

Bei der Untersuchung der wichtigsten Arbeitgeber für Sozialwissenschaftler hat sich herausgestellt, dass "klassische Arbeitgeber" für Politikwissenschaftler nicht einmal die Hälfte aller Arbeitsplätze bieten: Hochschulen, Öffentlicher Dienst, Vereine, Entwicklungsorganisationen, Stiftungen und Verbände machen zusammen 40,4% aus. Die Privatwirtschaft macht demnach mit knapp 60% den deutlich größeren Teil aus, allen voran Agenturen mit 13,8% und die Medienbranche mit 11,5%.

  • Sonstige
  • Agenturen
  • Hochschulen
  • Medienbranche
  • Sonstiger Öffentlicher Dienst
  • Vereine
  • Entwicklungshilfeorganisationen
  • Industrie
  • Stiftungen
  • Kirchliche Arbeitgeber
  • Verbände



Quelle: http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/

AM-Kompakt-Info/AM-Info-SoziologInnen.pdf


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